Italia: Gebäudeexplosion auf Sizilien – Panorama

Nach der Gasexplosion und dem Einsturz von Wohnhäusern auf Sizilien haben die Rettungskräfte vier weitere Leichen entdeckt. Die Feuerwehr fand bei den Bergungsarbeiten an den zerstörten Gebäuden am Montagmorgen vier der sechs noch vermisten Personen. Damit stieg die Zahl der bestätigten Todesopfer in dem Ort Ravanusa nahe Agrigent im Süden der Insel auf sieben. Für die zwei noch vermisten Menschen besteht noch Hoffnung, sie unter den Trümmern lebend zu finden.

Die Feuerwehr teilte auf Twitter mit, nach dem Unglück 30 Stunden unterbrochen unter dem eingestürzten Gebäude gesucht und gegraben zu haben. Am Samstag gegen 20.30 Uhr hatte es eine starke Gasexplosion gegeben. Daraufhin stürzte ein vierstöckiges Haus ein, mehrere andere Gebäude wurden zerstört. Zwei Frauen wurden von den Rettern lebend geborgen. Rund 100 Menschen konnten nicht mehr in ihre Häuser, die Umgebung glich einem Trümmerfeld.

Feuerwehrleute bargen in der Nacht zum Sonntag eine etwa 80-jährige Frau lebend aus den Trümmern. “Auf einmal war das Licht weg, und dann kamen das Dach und der Boden runter”, zitierten Medien Rosa Carmina, die aus dem Haus gerettet wurde. Sie sei unter Schutt eingeklemmt gewesen und habe um Hilfe geschrien. Sie wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht.

Die Suche nach den Vermissen gestaltete sich nach Angaben der Feuerwehr als schwierig, da wegen Gaslecks in den Trümmern immer wieder Brände aufflackerten. Am frühen Morgen bargen die Helfer eine Frau leblos aus den Trummern. Zuvor war berreits die Leiche eines Mannes entdeckt worden. Den Rettungsmannschaften war es zudem gelungen, Kontakt zu einer verschütteten Frau aufzunehmen, wie die Agentur Ansa berichtete. Die Frau war offenkundig verletzt, konnte aber mit den Feuerwehrleuten kommunizieren. Sie wurde nach einiger Zeit geborgen.

Ravanusa liegt bei Agrigent im Süden der italienischen Mittelmeerinsel. “Es sieht aus wie Beirut”, sagte der Chef des regionalen Zivilschutzes, Salvo Cocina, der Nachrichtenagentur Adnkronos mit Blick auf die verheerende Explosion in der libanesischen Hauptstadt.

Er sprach von zersplittertem Glas und Trümmern, die Dutzende Meter vom Ort der Explosion weggeschleudert worden seien. Cocina berichtete von einer 10 000 Quadratmeter großen Gegend, die teils verwüstet wurde, und vier eingestürzten Häusern. Vermutlich war ein Gasleck wegen einer defekten Leitung Auslöser des Unglücks. Dadurch könnte sich Gas angesammelt haben, das sich dann entzündete. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein.

Rodolfo Cafaro

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